Dieser Tage gibt es so viele globale Herausforderungen, dass man am liebsten weglaufen würde. Doch egal wohin man sich wendet, die unangenehmen Themen tauchen überall auf. Sei es die nicht mehr zu stoppende Klimaerwärmung, seien es die malignen Narzissten an der Spitze einiger Staaten oder auch der zunehmende Einfluss von Verschwörungstheoretikern und gewaltverherrlichenden Nationalisten. In der Regel sind die Probleme dieser Welt zum Teil Folgen von schwer korrigierbarem Egoismus. All diese Herausforderungen haben u.a. eine Konsequenz, die ihre Wirkung erst langfristig entfaltet: Menschen verlieren das Vertrauen zueinander.

Das mag auf den ersten Blick harmlos erscheinen, doch das Vertrauen der Menschen zueinander ist die Voraussetzung für erfolgreiche Kooperation. Wenn das Vertrauen grundlegend gestört ist, dann werden sich Menschen immer mehr voneinander abgrenzen. Sie werden weniger Einsatz bringen (beispielsweise bei Wahlen) und sie werden deutlich weniger Idealismus an den Tag legen, da die Frustration zu hoch ist. Das wird zwangläufig zu erhöhtem Kompensationsverhalten führen, sei es in Form von beispielsweise Radikalisierung, Verschwörungsglauben oder Gleichgültigkeit. Diese Reaktionen führen schlussendlich indirekt zu einem Abbau von Menschenrechten, von Demokratie auf politischer Ebene und von Empathie auf zwischenmenschlicher Ebene, weil die Bereitschaft für ein friedliches Miteinander sinkt. Die Bereitschaft, Schaden in Kauf zu nehmen, um Selbstwert und Selbstwirksamkeit zu erhöhen bzw. zu erhalten, steigt.

Wenn wir etwas tun wollen, können wir dem Apfelbäumchen Prinzip folgen. Damit ist gemeint: Auch wenn es mitunter den Anschein hat, dass es um unsere Welt schlecht bestellt ist, macht es Sinn genau die innere Haltung an den Tag zu legen, die man in der Welt vermisst und die man gerne im eigenen Umfeld sehen möchte. Aus meiner Sicht sind das Empathie, Mitgefühl, Freude und Zusammenarbeit. Wir brauchen mehr Kooperations-Profis.

Eine Möglichkeit, sowohl im Alltag, als auch im Berufsleben professioneller zu kooperieren, versuche ich mit meinem neuen Buch näher zu bringen. „Hard facts – Soft skills, professionell im Alltag kooperieren“ bietet dabei eine Werkzeugsammlung aus verschiedenen Bereichen: Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge, Kommunikation, verbale Selbstverteidigung, Teamarbeit und Konfliktlösung. Man möge mir die romantische Vorstellung verzeihen: Es soll ein kleiner Beitrag sein, ein Versuch, die Dinge etwas zum Guten zu verändern. Das Buch erscheint bei GreatLife.Books und ist vermutlich ab Mitte September offiziell im Handel erhältlich.

 

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